Hier finden Sie Erklärungen von Fachbegriffen & Fremdwörtern, die auf unserer Website verwendet werden. Das Glossar wird laufend um neue Begriffsdefinitionen erweitert!

A / B / C

Autonomie - Als Autonomie bezeichnet man je nach Fachbereich oder Zusammenhang Selbstständigkeit, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung oder Entscheidungsfreiheit.

Balanced Score Card - Die Balanced Score Card (abgekürzt BSC, engl. wörtl. Ausgewogener Berichtsbogen/ausgewogene Wertungsliste) erlaubt kennzahlenbasiert darzustellen, wie die Unternehmensstrategie, gemessen in finanziellen Ergebnissen, von meist drei anderen unternehmensinternen Voraussetzungen (KlientInnenansprache, Geschäftsprozesse und MitarbeiterInnen) abhängt. Über die Kennziffern in der BSC wird es möglich, die Entwicklung der Geschäftsvision ganzheitlich nachzuverfolgen. Auf diese Weise ermöglicht die BSC dem Management, nicht nur die finanziellen Aspekte zu betrachten, sondern auch strukturelle Frühindikatoren für den Geschäftserfolg zu steuern.

Barrierefreiheit - Barrierefreiheit bedeutet, dass Gegenstände und Einrichtungen so gestaltet werden, dass sie von jedem Menschen unabhängig von einer eventuell vorhandenen Behinderung uneingeschränkt benutzt werden können. Teilweise wird statt Barrierefreiheit auch der Begriff Zugänglichkeit (abgeleitet vom englischen "accessibility") verwendet. Im Zusammenhang mit dem Internet wird häufig ganz auf eine Übersetzung verzichtet und das englische Wort benutzt. Häufig gebraucht wird auch immer noch der Begriff behindertengerecht, obgleich Barrierefreiheit die Zugänglichkeit und Benutzbarkeit für alle Menschen beinhaltet und nicht nur solche mit Behinderungen. Daher wird in letzter Zeit von jenem Begriff Abstand genommen.

Case Management - Case Management wird in vielen Humandiensten eingesetzt. Im Mittelpunkt steht der hilfsbedürftige Mensch, der von einem/r Case MangerIn durch das Gesundheits- und Sozialsystem begleitet wird. Case Management zielt darauf ab, die Ressourcen von Menschen mit Mehrfachproblemlagen zu aktivieren und zur Problembewältigung nutzbar zu machen.

D / E / F

EFQM - Die EFQM (European Foundation for Quality Management) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Verbreitung und Anwendung von Qualitätsmanagement-Systemen nach dem EFQM-Modell einsetzt.

EFQM-Modell - Das EFQM-Modell ist ein Unternehmensmodell, das eine ganzheitliche Sicht auf Organisationen ermöglichen soll. Siehe die Site "Über uns / Qualität".

EMPS - Ein Bereich bei ASSIST, Abkürzung für Ergotherapeutische Beratung - Motopädagogik - Psychomotorik - Sport

Ergonomie - Der Begriff Ergonomie setzt sich aus den griechischen Wörtern ergon (Arbeit, Werk) und nomos (Gesetz, Regel) zusammen. Die Ergonomie ist die Wissenschaft von der Gesetzmäßigkeit menschlicher Arbeit. Zentral ist dabei die Verbesserung der "Mensch-Maschine-Schnittstelle" zwischen Benutzer (= Mensch) und Objekt (= Maschine).

Ergotherapie - Die Ergotherapie (v. griech. érgon, „Werk“, „Arbeit“ und therapeía, „Dienst“, „Behandlung“) ist ein medizinisches Heilmittel und wird bei gesundheitlich beeinträchtigten Menschen z. B. mit motorisch-funktionellen Störungen vom Arzt verschrieben. Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind, bei für sie bedeutungsvollen Betätigungen mit dem Ziel, sie in der Durchführung dieser Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.

G / H / I

Halliwick - Das Halliwick Konzept ist ein Ansatz, allen Menschen, einschließlich derer mit körperlichen Behinderungen und / oder Lernschwierigkeiten, Wasseraktivitäten näherzubringen, beziehungsweise es ihnen zu ermöglichen, sich unabhängig und frei im Wasser zu bewegen und möglicherweise zu schwimmen, und zwar nahezu unabhängig von ihren Fähigkeiten "an Land".

Humanistische Pädagogik - Erwachsenenpädagogik, die den Aspekten der Freiheit, der Wertschätzung, der Würde und der Integrität von Personen ein großes Gewicht beimisst. Ihre philosophischen Wurzeln hat sie in den Ideen des Humanismus (Anmerk. 1) und des Existenzialismus (2).

(Anmerk. 1: Als Humanismus wird heute allgemein eine aus der neuzeitlichen Philosophie hergeleitete Weltanschauung verstanden, die sich an den Interessen, den Werten und der Würde insbesondere des einzelnen Menschen orientiert. Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten als wichtige Prinzipien menschlichen Zusammenlebens. Anmerk. 2: Mit Existentialismus bezeichnet man im allgemeinen Sinne die französische philosophische Strömung der Existenzphilosophie.)

Ida - Ida ist ein diagnostisches Modul, das auf das Dokumentationsinstrument MELBA abgestimmt ist. Mit Ida können diejenigen arbeitsrelevanten Schlüsselqualifikationen erhoben und beurteilt werden, die mit dem Verfahren MELBA dokumentiert werden.

Inklusion - Inklusion (lateinisch inclusio, „der Einschluss“) bedeutet als Fremdwort so viel wie Einbeziehung, Einschluss, Einbeschlossenheit, Dazugehörigkeit.

Integration - Das Wort Integration (von lat. integer bzw. griech. entagros = unberührt, unversehrt, ganz), zu deutsch Herstellung eines Ganzen, bezeichnet in der Pädagogik u. a. den gemeinsamen Unterricht von behinderten (mit sonder- oder heilpädagogischem Förderbedarf) und nicht behinderten Menschen. Integrationsbegleitung bei ASSIST meint Ausgliederung aus der Beschäftigungstherapie in den Arbeitsmarkt.

J / K / L

KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) - Kontinuierlicher Verbesserungsprozess bedeutet: stetige Verbesserung der Produkt-, Prozess- und Servicequalität. Dies geschieht durch Zusammenarbeit in kleinen Schritten (im Gegensatz zu sprunghaften einschneidenden Veränderungen). KVP ist ein Grundprinzip im Qualitätsmanagement und unverzichtbarer Bestandteil des EFQM-Modells und der ISO 9000:2000ff.

(Anmerk.: Mit der Normenreihe EN ISO 9000 ff. sind Normen geschaffen worden, die die Grundsätze für Maßnahmen zum Qualitätsmanagement dokumentieren. Gemeinsam bilden sie einen zusammenhängenden Satz von Normen für Qualitätsmanagementsysteme, die das gegenseitige Verständnis auf nationaler und internationaler Ebene erleichtern sollen.)

Kontrakt - Ein Kontrakt ist eine schriftliche Absprache zwischen zwei Partnern über zu erreichende Ziele / Ergebnisse.

Lebensqualität- Kennzeichen von Lebensqualität: emotionales Wohlbefinden, soziale Beziehungen, materielles Wohlbefinden, physisches Wohlbefinden, persönliche Entwicklung, Selbstbestimmung, soziale Inklusion, Rechte;

M / N / O

MELBA - MELBA ist ein Verfahren, mit dem einerseits die Fähigkeiten einer Person und andererseits die Anforderungen einer Tätigkeit dokumentiert und für eine fähigkeitsadäquate Platzierung verglichen werden können.

Motopädagogik und Motopädie - Motopädie ist eine Therapie- bzw. Unterrichtsform, die psychologische, pädagogische, sport- und erziehungswissenschaftliche mit medizinischen Erkenntnissen und Methoden verknüpft. Zentraler Ansatz ist die Bewegung, genauer die Wechselwirkung zwischen dem Körper in Bewegung und der Psyche des Menschen. Diese wird auch in dem international anerkannten Begriff Psychomotorik zum Ausdruck gebracht. Bewegung wird als ein wesentlicher Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung verstanden, als Teil der Auseinandersetzung des Menschen mit seinem Körper sowie mit seinem sozialen Umfeld. Motopädie wird in der Regel als Oberbegriff verwendet, der sowohl Motopädagogik als auch Mototherapie umfasst. Je nach Arbeitsschwerpunkt und Praxisfeld ist die motopädische Arbeit pädagogisch-präventiv oder therapeutisch-rehabilitierend ausgerichtet.

MTF – Durch Übungen auf der Multifunktionsdisc werden die Koordination, die Reaktionsfähigkeit und das Gleichgewicht geschult, die Muskulatur gekräftigt und die Beweglichkeit trainiert, der Bewegungsapparat wird stabilisiert, Kraft, Ausdauer und Feinmotorik können gesteigert werden.

ÖGS - Die Österreichische Gebärdensprache (kurz: ÖGS) ist die in Österreich verwendete Gebärdensprache. Die ÖGS ist seit dem 1. September 2005 in Artikel 8, Abs. 3 in der österreichischen Verfassung ausdrücklich als Sprache anerkannt.

ÖV-BAuWK - Österreichischer Verein für bürospezifische Anlehre und Weiterbildung für Körperbehinderte: Der gemeinnützige Betrieb des ÖV-BAuWK wurde 2007 von der ASSIST gemeinnützigen GmbH übernommen.

P / Q / R

Psychomotorik - Als Psychomotorik bezeichnet man das Zusammenspiel von psychisch-seelisch-emotionalem Erleben und Bewegungserleben bzw. der Motorik des Menschen.

RADAR - Das Kernstück des EFQM Excellence Modells, die sogenannte RADAR-Logik, ist ein logisches Konzept, das sich aus folgenden vier Elementen zusammensetzt:

1) Results (Ergebnisse): Die Organisation bestimmt die Ergebnisse, die sie durch ihre Strategie- und Planungsprozesse erzielen möchte.

2) Approach (Vorgehen): Netzwerke miteinander verknüpfter Vorgehensweisen werden geplant und entwickelt, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

3) Deployment (Umsetzung): Das geplante Vorgehen wird systematisch umgesetzt.

4) Assessment and Review (Bewertung und Überprüfung): Die Vorgehensweisen und die Umsetzung werden anhand der Ergebnisse überprüft; Notwendige Verbesserungen werden identifiziert, priorisiert und eingeführt.

S / T / U

Snoezelen - ist ein Kunstwort aus dem Niederländischen von snuffelen (riechen, Schnüffeln) und doezelen (ruhen, dösen) und bezeichnet eine Technik aus der Sonder- und Heilpädagogik. Snoezelen verbindet Entspannung mit sensorischen Reizen (Lichter, Töne, und taktile Reize). Menschen mit Behinderung sollen beim Snoezelen einzelne Sinneswahrnehmungen in einer ruhigen, reizarmen Umgebung erleben. Abseits vom Alltag mit seinen vielfältigen Sinneseindrücken wird beim Snoezelen ein einzelner Sinn (z. B. der Tastsinn) stimuliert. Die Einzelsitzungen in speziell eingerichteten Räumen dauern 30 - 60 min.

Synergie - Die Synergie oder der Synergismus (griech. synergía oder synergismós „die Zusammenarbeit“, von syn „mit“, „zusammen“ und érgon „das Werk“) bezeichnet das Zusammenwirken von Lebewesen, Stoffen oder Kräften im Sinne von „sich gegenseitig fördern“. Eine Umschreibung von Synergie findet sich in dem Ausspruch „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“, auch als Holismus bezeichnet.

Systemische Sozialarbeit - Nachdem bis in die 1980er Jahre überwiegend der lineare Ansatz in der Sozialarbeit angewendet wurde, der in Anlehnung an die Persönlichkeitstheorie von Freud zur Problemlösung eine Ich-Stärkung des/der KlientIn förderte, verbreiteten sich nun zunehmend systemische Ansätze, die auch das soziale Umfeld mit einbezogen. Das generelle Ziel Systemischer Sozialarbeit ist die Einbeziehung der sozialarbeiterischen Aspekte in die Beratung, Behandlung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung.

V / W / X

Wahrnehmung(sförderung) - Wahrnehmung bezeichnet im Allgemeinen den Prozess der bewussten Aufnahme von Informationen eines Lebewesens über seine Sinne. Auch die aufgenommenen und ausgewerteten Informationen selbst werden gelegentlich Wahrnehmung(en) genannt. Die Fähigkeit zur Sinneswahrnehmung kann bewusst durch die sog. Aufmerksamkeit gesteigert werden.

Y / Z

Quelle: http://de.wikipedia.org